Übersicht über Informations- und Beratungsangebote - private Institutionen
Berlin
Inhaltsverzeichnis
- UOKG-Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V.
- Bürgerbüro e. V.
- Gegenwind- Beratungsstelle für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur
- Informations- und Begegnungszentrum Königsheide (IBZ)
- Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen mit Heimerfahrung (ABH) e. V.
- Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen in der SBZ/SED-Diktatur e. V.
- Verein zur Aufklärung von DDR Unrecht & ungeklärten Säuglingstod e.V. (Verein in Berlin & Elze)
UOKG-Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V.
Die 1992 gegründete Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. ist der Dachverband von fast 40 Aufarbeitungsinitiativen sowie Opfer- und Häftlingsverbänden. Sie koordiniert alle Mitgliedsverbände und hat sich die Aufklärung und Aufarbeitung kommunistischer Verbrechen zur Aufgabe gemacht. Der Verein berät und unterstützt die Opfer der SED-Diktatur und vertritt ihre Forderungen gegenüber politischen Entscheidungsträgern. Außerdem gibt es eine Beratungsstelle für Betroffene von Zwangsadoptionen.
Bürgerbüro e. V.
Der seit 1996 bestehende Verein „Bürgerbüro e. V. – Verein zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur“ vertritt die Interessen ehemals politisch Verfolgter in der SBZ und DDR gegenüber staatlichen Institutionen. Das Bürgerbüro unterstützt und begleitet Betroffene unter anderem bei der Akten- und Biografie Recherche. Darüber hinaus vermittelt der Verein im Bedarfsfall psychosoziale Betreuungs- und Beratungsstellen.
Gegenwind- Beratungsstelle für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur
Die Beratungsstelle Gegenwind steht seit 1998 allen Menschen offen, die in der SED-Diktatur unter politischer Verfolgung und Inhaftierung, psychischer Zersetzung oder staatlicher Repression litten.
Informations- und Begegnungszentrum Königsheide (IBZ)
Das IBZ Königsheide ist eine Internationale Forschungs- und Dokumentationsstätte für Heimerziehung; regelmäßige “Heimkinder-Sprechstunden” für ehemalige Heimkinder für Ansprache und Hilfestellung, insbesondere für Anfragen bei Behörden und öffentlichen Einrichtungen. Das Informations- und Begegnungszentrums IBZ Königsheide kümmert sich um die Aufarbeitung der Geschichte von Heimerziehung in der DDR. Es ist eine Interessengemeinschaft für alle Heimkinder sowie Heimbewohnern der Königsheide wie auch weiteren Einrichtungen der Jugendhilfe der DDR und Menschen mit Heimerfahrung ganz generell.
Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen mit Heimerfahrung (ABH) e. V.
Die Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen mit Heimerfahrung e. V. wurde gegründet, nachdem die Fonds „Heimerziehung in der DDR “ und „Heimerziehung in der BRD “ eingestellt wurden. In Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie rief der Verein 2019 „UNSER HAUS – Projekt für und von Menschen mit Heimerfahrung“ ins Leben, um Betroffenen von Heimerziehung einen Ort zu geben, der auf ihre spezifischen Erfahrungen und Bedarfe eingehen kann. Die Angebote des Projekts verteilen sich auf drei verschiedene Bereiche: Im Bereich „Beratung und Unterstützung“ liegt der Fokus auf Trauma sensibler Beratung. Im Bereich „Dokumentation und Recherche“ baut der Verein ein Archiv und ein Zeitzeugennetzwerk auf. Eine Mitarbeiterin recherchiert Akten und Heimbiografien und hilft bei der Suche nach Angehörigen. Ziel des Bereichs „Treffpunkt und Selbsthilfe“ ist, die Besucher/-innen zu vernetzen und einen Treffpunkt für gemeinsamen Austausch und Aktivitäten zu geben.
Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen in der SBZ/SED-Diktatur e. V.
Das Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen in der SBZ/SED-Diktatur e.V. besteht seit 2019. Es bietet eine Plattform für alle Frauen, die in der SBZ und DDR aus politischen Gründen verfolgt, benachteiligt oder inhaftiert waren. Dies betrifft auch Frauen, denen man als Schülerinnen Bildungs- und Berufschancen verweigerte oder deren Familien und Kinder bedroht und als Mittel der Erpressung genutzt wurden. Der Verein schafft nicht nur eine Öffentlichkeit für die Betroffenen, sondern auch Möglichkeiten, sich mit der eigenen Biografie auseinanderzusetzen, sich zu vernetzen und sich gegenseitig bei der Bewältigung der Unrechtserfahrungen zu unterstützen. Das Forum ist Mitglied in der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG).
Verein zur Aufklärung von DDR Unrecht & ungeklärten Säuglingstod e.V. (Verein in Berlin & Elze)
Am 08. Dezember 2018 wurde der Verein gegründet mit dem Ziel, alle Opfergruppen des DDR-Regimes zu unterstützen. Eines der Gründungsmitglieder betreut bereits seit 2003 Opfer von Zwangsadoption und hatte mehrere Selbsthilfegruppen für Herkunftseltern.