Übersicht Auskunfts- und Beratungsangebote - staatliche Institutionen
Berlin
Inhaltsverzeichnis
- Zentrale Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg (ZABB) beim MBJS – Herkunftssuche
- Jugendamt Pankow - Alt-Adoptionen (DDR)
- Das Stasi-Unterlagenarchiv im Bundesarchiv
- Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, V B 3 Adoptionsvermittlungsstelle
- Der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB)
Zentrale Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg (ZABB) beim MBJS – Herkunftssuche
In Fällen von vermuteten Zwangsadoptionen können sich betroffene Personen von der zentralen Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg an die örtlich zuständigen Jugendämter vermitteln lassen. Betroffene erhalten dort Unterstützung bei der Recherche nach entsprechenden Akten, die unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen eingesehen werden können. Außerdem können sie sich bei den Jugendämtern über ihre Rechte und Handlungsmöglichkeiten informieren und werden bei Versuchen der Kontaktaufnahme zu ihren leiblichen Verwandten unterstützt.
Jugendamt Pankow - Alt-Adoptionen (DDR)
Der Fachbereich Alt-Adoptionen bietet für Menschen, die in der DDR als Kinder oder Jugendliche adoptiert wurden, Hilfe und Unterstützung bei ihrer “Wurzelsuche” an. Er unterstützt bei der Aktensuche und in der Quellenforschung und begleitet Suchende in der Kontaktanbahnung zur Herkunftsfamilie. Menschen, die in der DDR in den Bezirken Prenzlauer Berg, Pankow oder Weißensee adoptiert wurden und Anfragen haben, können sich mit allen bereits vorhanden relevanten Unterlagen, z.B. Geburts- oder Abstammungsurkunden, Beschlüsse/Verfügungen, Hinweise über Adoption usw., vertrauensvoll an den Fachbereich Alt-Adoptionen im Jugendamt Pankow wenden.
Das Stasi-Unterlagenarchiv im Bundesarchiv
Am 17. Juni 2021 ist die organisatorische Zuständigkeit für das Stasi-Unterlagen-Archiv vom Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) auf das Bundesarchiv übergegangen. Das Stasi-Unterlagen-Gesetz gilt weiter, die Akteneinsicht ist unverändert möglich. Die Stasi-Akten verbleiben in Berlin und in den östlichen Bundesländern.
Das Archiv bewahrt und erschließt die 1990 sichergestellten Akten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS). Auf der Grundlage des Ende 1991 in Kraft getretenen Stasi-Unterlagen-Gesetzes können Privatpersonen Einsicht in die Akten beantragen, die die Staatssicherheit über sie angelegt hat. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch nahe Angehörige von vermissten oder verstorbenen Personen die Unterlagen einsehen. Die Aktenrecherche und -einsicht ist für Betroffene, Dritte und nahe Angehörige kostenlos. Antragsformulare sind an allen Standorten des Stasi-Unterlagen-Archivs erhältlich, werden auf telefonische Anfrage per Post verschickt und stehen unter www.stasi-unterlagen-archiv.de/akteneinsicht/privatpersonen als Download zur Verfügung. Eine Antragstellung online ist möglich. Die Bürgerberatung beantwortet Fragen und unterstützt bei der Antragstellung an allen Standorten.
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, V B 3 Adoptionsvermittlungsstelle
Die Angebote der Adoptionsvermittlung - Beratung und Begleitung sind unter anderem die Begleitung bei der Herkunftssuche, bei der Akteneinsicht und Kontaktgestaltung.
Der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB)
Seine Aufgaben umfassen die Beratung von Opfern der SED-Diktatur und von öffentlichen Stellen, die Förderung von Projekten zur Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die politisch-historische Bildungsarbeit in Schulen und außerschulischen Lernorten. Außerdem stellt er Informationsangebote für die Öffentlichkeit in Form von Veranstaltungen, Publikationen, Vorträgen, Ausstellungen und Tagungen zur Verfügung.
Der Beauftragte berät unter anderem
- zu Archiven, in denen sich wichtige Unterlagen aus der Zeit der ehemaligen DDR befinden
- zur Antragstellung und zum Recht auf Auskunft sowie zur Einsicht und Herausgabe von Stasiakten nach dem Stasi-Unterlagen- Gesetz (StUG)